Montag , September 25 2017
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Trittsicher, rutschfest, aus Holz oder doch eher aus Stein – welcher Bodenbelag ist der richtige?

Besonders wenn es um den Bodenbelag geht, scheiden sich nicht nur die Geister. Während der Eine eher die wohlige Wärme eines Parketts bevorzugt, möchte der Andere lieber Nüchternheit und optische Kühle auf dem Boden durch Stein. Unzählige Möglichkeiten eröffnen sich, sobald man sich auf die Suche nach dem richtigen Material für den optimalen Bodenbelag macht. Bodenfliesen aus unterschiedlichen Materialien und Härtegraden stehen zur Auswahl, ebenso wie Holzböden und andere Materialien wie Kork und Laminat und Bambus. Der Untergrund ist bei der Wahl genauso wichtig, wie die Beschaffenheit des jeweiligen Bodenbelags.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Welcher Boden ist aber nun der beste?

Bevor man sich diese Frage stellt, sollte im Vorfeld geklärt sein, wie viel der Boden aushalten muss und in welchem Ausmaß er strapaziert wird. Soll der Boden für den Eingangsbereich ausgesucht werden, sollte man sich für einen sehr strapazierfähigen und pflegeleichten Bodenbelag entscheiden. Liegt der Boden im Schlafzimmer, kann er weicher sein und farblich möglichst Wärme ausstrahlen. Ist es der Boden für die Küche, muss er allerdings wirklich sehr viel aushalten. Während der Boden im Flur zwar täglich mehrere Male betreten wird, ist dies aber nur von kurzer Dauer. Der Boden in der Küche allerdings, zumal wenn es sich auch noch um eine große Wohnküche handelt, sollte extrem robust sein und einiges aushalten können. Denn dieser Raum wird mehrmals täglich, von mehreren Personen immer wieder betreten. Bei Festen und Feiern erst reicht.

Steinboden
Ein Natursteinboden ist sehr robust.

Vor und Nachteile unterschiedlicher Böden:

  1. Parkettböden aus Buche, Fichten- und Eichenholz: Buche und Fichte sind hell und weich. Ist der Boden nicht extrem gut versiegelt, entstehen ganz schnell Kratzer und kleine Löcher. Zwar kann man das Parkett bei hoher Beanspruchung auch abschleifen, doch die Widerstandsfähigkeit dieses Bodens ist weiterhin nur begrenzt. Bei Eichenparkett ist die Färbung meist dunkler, das Material stärker. Doch auch hier gilt: Ist die Versieglung nicht perfekt, sind schnell Macken sichtbar. Hinzu kommt, dass Holzböden aus ökologischer Sicht eigentlich nicht sehr umweltfreundlich sind., denn Holz ist rar und wächst nicht so schnell nach.
  2. Natursteinböden: Vom Härtegrad abgesehen, ist Steinboden grundsätzlich äußerst robust. Fliesen mit einem hohen Härtegrad sind strapazierfähig und pflegeleicht. Je nach Färbung kann sich im Laufe der Nutzung die Grundfarbe verändern und auch Fliesen leiden, wenn Gegenstände insbesondere im Küchenbereich auf den Boden fallen. Die Oberflächenlasur kann nur bedingt dagegen halten und springt ab. Großflächige Natursteine hingegen sind schon sehr robust. Sie sollte man insbesondere im Eingangsbereichen oder Treppenaufgängen in Treppenhäusern beispielsweise nutzen.
  3. Bodenbeläge aus Kork lassen sich wunderbar in Schlaf- oder Kinderzimmern verlegen. Warm und weich ist dieses Naturprodukt, wobei die Strapazierfähigkeit nicht überschätzt werden sollte.
  4. Parkettböden aus Bambus: Sie sind sehr strapazierfähig, strahlen eine wohlige Wärme aus und sind äußerst natürlich. Auch diese Böden sind in unterschiedlichen Färbungen erhältlich, lassen sich ebenso wie Laminat und Holz verlegen und mit einer Oberflächenlasur behandeln.

Weiteres zu Bambusparkett als Alternative

Wer sich für Bambusparkett entscheidet ist grundsätzlich auf der sicheren Seite, wenn es um umweltbewusstes Handeln und auch um Natürlichkeit und natürliches Raumklima geht. Der schnell nachwachsende Rohstoff Bambus wird aus riesigen Bambuswäldern geerntet, wo jede einzelne Pflanze nach Abholzung innerhalb kürzester Zeit erneut eine beträchtliche Höhe erreicht und wieder geerntet werden kann. Die Pflege dieser Böden ist besonders einfach, dazu reicht ein einziges Pflegeprodukt, dass in großen Abständen auf den Boden mit einem Schwamm oder ähnlichem aufgetragen und verteilt wird.

Bildernachweis:
Titelbild – CC0 Public Domain / Pixabay.com

Über Frank

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